Praxis für Sprachtherapie
Henstedt-Ulzburg
 
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Lese- und Rechtschreibstörungen: sind dadurch gekennzeichnet, dass ein Kind im Lesen und Schreiben deutlich hinter den zu erwartenden Leistungen zurückbleibt. Sie wirken sich nachteilig auf alle schulischen Leistungen aus.

Anzeichen: Viele Betroffene zeigen schon im Vorschulalter Sprachschwierigkeiten.

Auftreten und Verlauf: Symptome in der frühen Grundschulzeit: Fehlerhaftes Lesen mit Auslassungen, Hinzufügungen, Ersetzungen oder Vertauschungen von Buchstaben.

Später: Langsames, stockendes Lesen, fehlerhafte Rechtschreibung. Beeinträchtigtes Lese- Sinnverständnis.

Bei LRS ist zu keinem Zeitpunkt von einer Möglichkeit der spontanen Überwindung
ohne Therapie auszugehen. Am effektivsten ist eine frühe, individuelle
Förderung  (ab 1./2.Klasse).

Diagnostik: Zielgerichtete Diagnostik ist nur auf der Basis einer aussagekräftigen Diagnostik möglich. Neben der Überprüfung des Lesens und Schreibens werden die Lernausgangslage sowie die Stärken des Kindes in den verschiedenen Wahrnehmungsbereichen erfasst.

Standardisierte Tests und informelle Verfahren sind hierfür die Grundlage.

Die Befunde werden ergänzt durch eine Anamnese (Elterngespräch) u. Befunde anderer Fachstellen.

Therapie: Ausgangspunkt ist der ermittelte individuelle Entwicklungsstand des Schriftspracherwerbs des Kindes. Wichtigster Bestandteil ist die Arbeit am Symptom, d. h. direkt am Lesen und Schreiben.

Mit allen Sinnen erfährt das Kind neue, effektive Strategien, um die Steuerungsmängel beim Lesen und Schreiben auszugleichen. Es werden verschiedene Therapieprogramme/-bausteine  verwendet.

Grundlegende Therapieziele sind unter anderem:

-Förderung d. phonologischen  Bewusstheit als Voraussetzung für erfolgreichen Schriftspracherwerb,

-Festigung und Training der Laut- Buchstaben- Entsprechungen f. das Lesen und Schreiben,

-Lesen von Wörtern, Sätzen, Texten je nach individuellen Fähigkeiten bis zum Sichtwortlesen,

-Förderung der Lesesicherheit und des Lesesinnverständnisses ,

-Rechtschreibtraining.

Die Eltern werden je nach Möglichkeit unterstützend in die Therapie eingebunden.

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